Weststrecke: 66,8 Mio. Euro für Planung von Wels Hbf und vier Gleisen bis Lambach
News

Weststrecke: 66,8 Mio. Euro für Planung von Wels Hbf und vier Gleisen bis Lambach

Der ÖBB-Rahmenplan 2027–2032 enthält Planungsgelder für den Umbau von Wels Hbf und den viergleisigen Ausbau Wels – Lambach. Beide Projekte sind auch Voraussetzung für die Neue Innkreisbahn.

© ÖBB/Eisenberger

(Linz, 29. Oktober 2026) – Mit dem kürzlich beschlossenen ÖBB-Rahmenplan 2027–2032 sind die nächsten Schritte für den weiteren Ausbau der Weststrecke in Oberösterreich gesetzt: Für den Umbau des Welser Hauptbahnhofs und den viergleisigen Ausbau des Abschnitts Wels – Lambach sind nun Planungsgelder enthalten. 66,8 Mio. Euro sind für die Planung der beiden Projekte vorgesehen. Damit werden die Grundlagen für die weitere Entwicklung eines zentralen Abschnitts auf Österreichs wichtigster Bahnverbindung geschaffen.

Die österreichische Bahnachse

Die Weststrecke bündelt den nationalen und internationalen Verkehr zwischen Wien, Salzburg und Westösterreich sowie weiter Richtung Deutschland, Schweiz und Ungarn. Ein Drittel aller Züge in Österreich fährt auf der Weststrecke, obwohl sie nur rund zehn Prozent des Streckennetzes ausmacht.

Aufgrund ihrer nationalen und internationalen Bedeutung wurde die Bahnstrecke Wien – Salzburg von der Bundesregierung 1989 zur Hochleistungsstrecke erklärt und wird seither kontinuierlich viergleisig ausgebaut. Das Ziel: mehr Platz und eine Fahrzeit von unter 2 Stunden und 15 Minuten zwischen Wien und Salzburg. Die Weststrecke ist Teil des Rhein-Donau-Korridors und damit des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN).

Foto: ÖBB

Vier Gleise schaffen mehr als zwei

Vier Gleise bringen mehr Platz für zusätzliche Züge, ermöglichen ein dichteres Angebot im Regional-, Fern- und Güterverkehr und erhöhen die Stabilität im Bahnbetrieb. Mehr Kapazität bedeutet, dass künftig noch mehr Menschen und Güter klimafreundlich, sicher und verlässlich auf der Schiene unterwegs sein können. Moderne Infrastruktur, leistungsfähige Bahnhöfe und Haltestellen sowie kürzere Fahrzeiten stärken laut ÖBB zugleich den Wirtschaftsstandort und die Mobilität in Oberösterreich.

Ausbau Linz – Wels läuft auf Hochtouren

In Oberösterreich arbeitet die ÖBB-Infrastruktur AG bereits parallel an mehreren Ausbauprojekten entlang der Weststrecke:

  • Westseite des Linzer Hauptbahnhofs (in Bau)
  • Linz – Marchtrenk (in Bau)
  • Marchtrenk – Wels (in Bau)
  • Linz Vbf. West – Linz Signalbrücke östlich des Linzer Hauptbahnhofs (in Planung)

Mit dem Ausbau wird das Nadelöhr zwischen Linz und Wels schrittweise aufgelöst, für mehr Qualität, Pünktlichkeit und Leistungsfähigkeit im Personen- und Güterverkehr.

Grundlage für die Neue Innkreisbahn

Der weitere Ausbau der Weststrecke ist auch für die langfristige Entwicklung der Neuen Innkreisbahn (NIB) wesentlich. Sie ist im Zielnetz 2040 als Zukunftsprojekt vorgesehen und soll eine neue, direkte Bahnverbindung vom Raum Wels/Lambach zur Staatsgrenze Richtung Deutschland ermöglichen. Damit eine solche Neubaustrecke später sinnvoll an das bestehende Netz angebunden werden kann, braucht es vorbereitende Maßnahmen an der Weststrecke, insbesondere den Umbau des Wels Hauptbahnhofs und den viergleisigen Ausbau zwischen Wels und Lambach.

Mastodon